STATT DER SEIDE, STADT DER BILDER
Kunst im öffentlichen Raum – Hüttenallee 49
Mein erstes Kunstprojekt verwandelt einen verschmierten Stromverteilerkasten in einen Ort der Begegnung. Nachdem ich ihn von Graffiti befreite, abschmirgelte und neu strich, wurde er zur Leinwand für meine Fotografien – versehen mit einem kurzen Text, der die Geschichten der abgebildeten Motive und ihrer Umgebung erzählen.
Nachdem ich ihn von Graffiti befreite, abschmirgelte und neu strich, wurde er zur Leinwand für meine Fotografien – versehen mit einem kurzen Text, der die Geschichten der abgebildeten Motive und ihrer Umgebung erzählen.
Cracauerstr./Ecke von Beckerathstr.
An der Ecke Cracauer-/Beckerathstraße realisierte ich 2024 mein zweites Projekt: Auf zehn Verteilerkästen belebe ich die Geschichte Cracaus neu. Einige Bilder sind von mir, den wertvollen historischen Teil verdanke ich jedoch der Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und der Familie von Beckerath.
Ein Jahr lang habe ich – zumindest in Gedanken – auf Schloss Cracauen gelebt, bin durch die Jahrhunderte gewandert und habe mich durch alte Postkarten, vergilbte Fotografien und Zeitungsausschnitte gegraben. Rund 150 Jahre bevor das Schloss überhaupt stand, thronte hier die Burg Cracauen – und deren Geschichte liest sich wie ein Krimi: Mord, Verrat und Folter sind aus dieser Zeit überliefert. Erst später, mit dem Schloss selbst, kommen die freundlicheren Postkartengrüße und Familienfotos vor dem Herrenhaus dazu.
Aus all diesen Fundstücken ist meine ganz persönliche Entdeckungstour entstanden – von Zeitepoche zu Zeitepoche, jetzt Stück für Stück nachzulesen auf den Kästen mitten im Grünen. Kommt vorbei, bleibt stehen und reist mit mir ein Stück in die Vergangenheit von Cracau.
Ein herzliches Dankeschön an die Bürgergemeinschaft Bismarckviertel e.V. und die beim Aufbau geholfen haben – ohne euch würde die Geschichte noch in der Schublade liegen.

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Das Hohe Haus

Das Hohe Haus


